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Geist und Seele Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Die Bewertung der Migräne hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Glücklicherweise.
Früher wurde behauptet, dass Migräne ein psychisches Frauenleiden sei. Dann hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Krankheit oft eingebildet ist und daher als psychosomatisch einzustufen ist. Heute behauptet die Schulmedizin, Migräne sei eine messbar chronische Krankheit und sei eher durch genetische denn durch psychische Faktoren geprägt.

Es ist von allem etwas. Der Grund ist einfach: Niemand (bis auf die Schulmedizin vielleicht) wird abstreiten wollen, dass Geist und Körper untrennbar mit einander verbunden sind. Und sie reagieren auch zusammen. Warum also soll - aus diesem Gesichtspunkt betrachtet - die Migräne nicht psychosomatischer Natur sein? Es ist in diesem Zusammenhang keine Beleidigung.
Fast jeder kennt das Zusammenspiel von Körper und Geist: Man ekelt sich vor etwas und schon befallen die Herpes-Viren, die sonst friedlich auf unserer Haut mit uns zusammen leben, die Unterhaut sowie das Gewebe und man bekommt HERPES.

Was ist hier geschehen? Niemand weiß, warum es so ist. Aber es ist eines von vielen nachweisbaren Beispielen, dass Körper und Geist sehr eng mit einander verflochten sind.
In vielen Bereichen wird das genutzt: Entspannungsübungen, Meditation, usw. sind Übungen die nichts weiter machen, als mit dem Geist den Körper (in gewissen Grenzen) zu steuern.
Also sollte man nicht sagen, dass man als verrückt abgestempelt wird, wenn ein Behandler bei Migräne eine psychotherapeutische Behandlung vorschlägt. Letzten Endes passiert hier ohne Medikamente, was der Schulmediziner mit Medikamenten in Lot zu bringen versucht.

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lg elke




„Migräne ist ein doofer Kopfmann“(Kirsten Wendt)

12 Apr, 2014 16:22:02 elke ist offline Beiträge von elke suchen Nehmen Sie elke in Ihre Freundesliste auf
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Stress & Konflikte


Ein wesentlicher Auslöser der Migräne ist Stress. Aber was ist eigentlich Stress?

Zunächst einmal ist es ein Gefühl. Dieses Gefühl wird zu Unbehagen. Dieses mentale Unbehagen kann sich sogar als körperliche Krankheit darstellen. Lippenherpes kennen wir alle. Es entsteht meist, wenn man sich vor etwas ekelt oder anderweitig kurzfritigem Stress ausgesetzt ist.

Das Unbehagen spielgelt meist Situationen wieder, in die man hinein gerät, ohne dass man das wirklich möchte. Es sind Verhaltensmuster, die anerzogen oder erlernt werden. So entwickelt man einen Konflikt mit sich selbst. Einerseits möchte man seine Wünschen und Vorstellungen realisieren, andererseits macht man aber das, was die Gesellschaft von einem erwartet.

Wird man den Erwartungen der Gesellschaft nicht gerecht, gilt man als Ausßenseiter, was natürlich auch nicht so schön ist.

Hier kommt der tägliche Stress ins Spiel, der anerzogen wurde und vermeintlich ertragen werden muss: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft,...

Es sind "Tugenden", die uns in unserem Kulturkreis von Kindesbeinen an beigebracht wurden. Sie stellen neben den selbst gemachten Erfahrungen ein Teil unseres Wertesystems dar. So hat jeder Mensch ein eigenes Wertesystem, weil sich gerade die Erfahrungen desjenigen von den im Elternhaus vermittelten Grundwerte von anderen Personen unterscheiden.

Konflikte sind daher immer vorprogrammiert, weil grundsätzlich unterschiedliche Wertesysteme auf einander treffen. Nur das miteinander Reden schafft Klarheit. Wenn einer der Gesprächspartner allerdings seine Vorstellungen nicht offenlegt und dem anderen zum Munde redet, weil er es eben so gelernt hat ("man darf Älteren nicht widersprechen..."), kann als Ergebnis nur Unzufriedenheit und Voreingenommenheit heraus kommen.

Diese Unzufriedenheit mit sich selbst und seiner Situation wird irgendwann vom psychischen Stress in körperliche Krankheit übergehen. So entstehen Krankheiten wie z.B. Lippenherpes, Migräne oder Krebs.

Es bingt dem Migräniker nichts, sich klein zu machen und unscheinbar zu sein. Im Gegenteil: Meist wird doch der Frust der Mitmenschen auf genau diesen Betroffenen abgelassen, weil sie klein und unscheinbar sind. Starke Persönlichkeiten werden nicht angegriffren, weil man da mit einer Niederlage rechnen muss.

Migräniker haben doch gar keinen Grund, sich klein zu machen. Sie unterscheiden sich von anderen nnur in einem Punkt: Sie sind chronisch krank.

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„Migräne ist ein doofer Kopfmann“(Kirsten Wendt)

12 Apr, 2014 16:22:21 elke ist offline Beiträge von elke suchen Nehmen Sie elke in Ihre Freundesliste auf
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Migräne & Verhaltenstraining

(Apotheken-Umschau) Migräne-Patienten verarbeiten Reize besser als andere Menschen. Allerdings fehlt ihnen die Fähigkeit, sich gegen das Zuviel an Reizen abzuschotten. Das Gehirn versucht sich durch einen Migräneanfall vor Reizüberflutung zu schützen.
So mancher vemeintliche Auslöser einer Migräneattacke hat sich als Folge der Krankheit entpuppt. Früher dachte man, dass Schokolade Migräne-Anfälle hervorrufen kann. Dabei steigt vor der Attacke nur die Lust darauf.

Auch Streit mit dem Partner ist in der Regel nicht Auslöser der Attacke, sondern Folge der Migräne: Kurz vor dem Anfall ist die Aufmerksamkeit stark erhöht, so dass man manches Wort eher mal auf die Goldwaage legt. Zudem treten die aktuen Anfälle meist nicht während des Stresses auf, sondern erst in der Entspannungsphase.

In wie weit Gefühle Einfluss haben auf die Häufigkeit der Attacken haben, untersuchten Mediziner in einer Studie. Die Probandinnen litten durchschnittlich an 7 Tagen pro Monat an Migräne. Nur bei einer einzigen Emotion zeigte sich ein Zusammenhang: Menschen mit hoher Anfallshäufigkeit ärgern sich leichter als Gesunde, lassen den Ärger aber nicht raus, sondern richten ihn nach innnen. Der Körper reagiert auf das Gefühl, selbst wenn wir nicht merken, dass wir uns ärgern. Im stressigen Alltag blenden wir diese körperlichen Signale meist aus, so dass sie erst bei der Entspannung zu Tragen kommen.

Diese Befunde besitzen möglicherweise weitreichende Konsequenzen: Mit Verhaltenstherapie und Entspannungsverfahren können die Betroffenen innere Gelassenheit trainieren. Sie lernen, sich nicht mehr so leicht zu ärgern und den Ärger auf angemessene Weise heraus zu lassen. Patienten mit häufigen Attacken leiden eher an Angstsymptomen und Depressionen, die es zusätzlich zu behandeln gilt. Gerade die ständige Angst vor dem nächsten Anfall oder gedrückte Stimmung, weil man nichts mehr planen kann, sorgen tatsächlich für den nächsten Anfall.

Triptane sind gute Medikamente zur Bekämpfung eines akuten Anfalls. Allerdings wirken sie nur, wenn sie ganz genau zum richtigen Zeitpunkt genommen werden. Während der Auraphase darf kein Triptan genommen werden, während man nach der Aura nicht allzu lange warten darf. So bleibt ein Zeitfenster von nur WENIGEN MINUTEN, um eine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen. Das ist auch für erfahrene Patienten extrem schwierig.

Studien haben gezeigt, dass verhaltenstherapeutische Methoden zur Schmerzbewältigung genauso wirksam sind wie "üblicherweise" verschriebene Betablocker. Hilfreich ist auch ein Biofeddbackgerät, mit dem sich Entspannungszustände objektiv überprüfen und körperliche Funktionen gezielt beeinflussen lassen.

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„Migräne ist ein doofer Kopfmann“(Kirsten Wendt)

12 Apr, 2014 16:22:40 elke ist offline Beiträge von elke suchen Nehmen Sie elke in Ihre Freundesliste auf
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Was ist "psychosomatisch"?

Diese Frage wird besonders im Bereich chronischer Krankheiten mit Verbissenheit geführt.

Die Schulmedizin lehnt eine Beteiligung der Psyche an Krankheitsgeschehen ab. Die Naturheilkunde weiß aber seit alters her, dass Psyche und Körper untrennbar mit einander verbunden sind. Somit
ist JEDE Erkrankung im schulmedizinischen Sinne psychosomatisch.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass Krankheiten über die Beeinflussung der Psyche heilbar oder zumindest behandelbar sind. Entsprechende Verfahren - die selbst die Schulmedizin anerkennt
- existieren seit langer Zeit. Hierzu zählen beispielsweise Autogenes Training, Heilhypnose oder Meditation.

Es gilt in der Naturheilkunde als Gesetz, dass auf 1 Anteil Bewusstsein etwa 70.000 Teile Unterbewusstsein kommen. So ist es nicht verwunderlich, dass vieles erreicht werden kann, wenn man Patienten
unter Umgehung des Bewusstseins behandelt.

Das Bewusstsein belügt den Patienten, weil es immer wieder Ausflüchte und Ausreden parat hat, warum etwas nicht funktioniert. Das Unbewusste kann nicht belügen. So ist es möglich, über Verfahren wie z.B. die Kinesiologie Dinge zu erfahren, die das Bewusstsein nicht preisgibt
oder manipuliert, bis es zum Lebensbild und der Einstellung des Patienten passt.

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„Migräne ist ein doofer Kopfmann“(Kirsten Wendt)

12 Apr, 2014 16:22:55 elke ist offline Beiträge von elke suchen Nehmen Sie elke in Ihre Freundesliste auf
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Angst & Panik

Bei vielen Betroffenen von Migräne oder Clusterkopfschmerz sind Angst oder Panik ein ständiger Begleiter.

Angst vor dem nächsten Anfall, Angst vor dem Erbrechen, Angst, dass die Arbeitskollegen was merken, Angst, sozial ausgegrenzt zu werden. Die Liste ist beliebig verlängerbar.

Das eigentliche Problem ist nicht die Angst oder Panik vor dem Kommenden, sondern dass sich der Betroffene selbst unter sehr starken seelischen Stress setzt, um gegenüber seiner Umwelt und sich selbst den Anspruch erhebt, perfekt funktionieren zu wollen / müssen.

Stress nun wiederum ist der Auslöser der Migräneanfälle. Es entsteht ein Teufelskreis, den es unbedingt zu durchbrechen gilt. Denn sonst treibt sich der Betroffene selbst in den Wahnsinn. Mehr Angst bedeutet mehr Anfälle und mehr Anfälle bedeuten mehr Angst.

An dieser Stelle ist die Inanspruchnahme psychologischer Hilfe zwingend erforderlich, denn der Betroffene kommt normalerweise aus diesem Teufelskreis nicht wieder allein heraus.

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„Migräne ist ein doofer Kopfmann“(Kirsten Wendt)

12 Apr, 2014 16:23:09 elke ist offline Beiträge von elke suchen Nehmen Sie elke in Ihre Freundesliste auf
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Migräne & Psyche

Kein Migräniker hört es gern: "Deine Migräne ist psychisch bedingt."

Aber die Erfahrung zeigt, dass Migräneanfällle tatsächlich auf psychischen Ursachen beruhen können.

Gerade der Auslöser Stress wird von den Betroffenen deutlich unterschätzt. Denn Stress sind viele Dinge, an die man normalerweise gar nicht denkt:
Ärger zu Hause, in der Schule oder auf Arbeit
Probleme mit dem Partner
Hektik im Alltag
Geldsorgen, Sorgen um den Arbeitsplatz, ...
Unfähigkeit, Kritik zu ertragen
Hemmungen (ich kann doch nicht... , was sollen die anderen von mir denken... , wie werden die anderen reagieren... ,
Eigene Wünsche und Bedürfnisse zugunsten anderer Personen unterdrücken
Ängste (insbesondere Sozialängste)
Depressionen
...
Die Liste ist beliebig fortführbar. So muss man sich nicht wirklich wundern, wenn der Körper auf den in unserer Gesellschaft permanent vorhandenen Stress mit erzwungenen "Auszeiten" - also Migräneattacken - reagiert.

Dann geht man zum Arzt geht und der gelangt zur Meinung, dass die Migräne psychisch bedingt ist. Du bist aber der Meinung: "DAS ist nicht akzeptabel!! Schließlich ist die Migräne eine Primärkrankheit (eigenständige Krankheit)!"

Das bestreitet auch niemand. Aber nicht selten verschwindet die Migräne wieder oder bessert sich, wenn man sich selbst eingesteht, dass man psychisch oder physisch in einer Tretmühle gefangen ist und keine Möglichkeit sieht, allein dort heraus zu kommen.

Nimmt man dann Hilfe von Verhaltenstrainern an, wird sich die Sichtweise auf seine eigene Person und auf die Umwelt verändern. Das reicht oftmals schon aus, um zu einer Besserung der Krankheit zu kommen.

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12 Apr, 2014 16:23:24 elke ist offline Beiträge von elke suchen Nehmen Sie elke in Ihre Freundesliste auf
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Psyche & Körper

Die Schulmedzin behauptet duchgängig, dass Psyche und Körper zwei völlig getrennte Einheiten sind.

Die Naturheilkunde behauptet das Gegenteil und kann es auch belegen.

Ein paar Beispiele:

- Wenn man sich vor irgendwas ekelt, ist es nicht selten, dass man Lippenherpes bekommt.

- Wenn du dir ein tolles Essen vorstellst, fängt der Speichelfluss an.

- Wenn du etwas Schreckliches erlebst, kann daraus ein Trauma werden, das zwar psychisch bedingt ist, aber zu körperlichen Auswirkungen führt.

- Depressionen sind die Folge psychischer Belastungen. Hieraus entstehen nicht selten Krankheiten.

- Krebs wird als Folge negavtiver Lebenseinstellung diskutiert.

- Bei Asthma wird überwiegend ein psychischer Faktor als Auslöser beschrieben.

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12 Apr, 2014 16:23:44 elke ist offline Beiträge von elke suchen Nehmen Sie elke in Ihre Freundesliste auf
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Was ist Positiver Krankheitsgewinn

Es ist eine Eigenart der menschlichen Psyche, die in den verschiedensten Formen daher kommt und eines zum Ziel hat: Der chronischen Krankheit einen positiven Gedanken abzuringen und diesen dann später auch beizubehalten.

Chronische Krankheit bedeutet für den Kranken zunächst meist die Umstellung seines Lebensrhythmus´ sowie die Hinnahme persönlicher Einschränkungen.

Gar nicht so selten und vielfach unbewusst versucht der Kranke nun, die Krankheit in einem anderen Licht zu betrachten und fängt an, gegenüber seiner Umwelt zu agieren oder reagieren.

Üblicherweise nimmt die nähere Umwelt bei dem Auftreten der chronischen Krankheit Rücksicht auf den Betroffenen und die veränderte Situation. Diese Rücksichtnahme veranlasst nun den Kranken, sich der Vorzüge der Rücksichtnahme zu bedienen.

So braucht er vielleicht weniger im Haushalt arbeiten, weil ihm geholfen wird oder er nimmt nicht mehr an Treffen teil, weil er die Leute sowieso nicht ausstehen kann.

Das heisst, aus der Krankheit werden Vorteile gewonnen, die im "normalen" Leben überhaupt nicht entstehen würden. Aus diesen Vorteilen werden über die Jahre hinweg Gewohnheiten und jeder
weiss, wie schwierig es ist, diese Gewohnheiten wieder abzulegen. Insbesondere dann, wenn es sich um Gewohnheiten handelt, die vom Kranken als positiv empfunden werden.

Schwierig wird es allerdings, wenn sich eine Behandlungsmöglichkeit abzeichnet, durch die der Kranke wieder gesund werden kann unter dem Verlust lieb gewonnener Gewohnheiten oder Vorteile. Von diesem Moment an muss der chronisch Kranke eine für ihn schwierige Entscheidung treffen, die heißt: Krankheit oder Gewohnheit. Und nicht selten gewinnt die Gewohnheit, weil man sich als chronisch Kranker nicht (mehr) vorstellen kann, wie ein Leben ohne diese Krankheit verlaufen
kann.

Man wird wieder mehr von der Umwelt eingespannt, muss sich vielleicht einen Job suchen und hat möglicherweise zunächst auch finanzielle Einbußen hinzunehmen.

Und so wird auf eine entsprechende Therapie verzichtet, um alles beim Alten lassen zu können.

Das nennt der Mediziner einen Positiven Krankheitsgewinn.

Wie gesagt, vieles davon läuft auf der Ebene des Unbewussten ab.
Wenn man das aber weiss, kann man seine Entscheidungen dahingehend auch selbst hinterfragen.

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12 Apr, 2014 16:24:01 elke ist offline Beiträge von elke suchen Nehmen Sie elke in Ihre Freundesliste auf
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Wesensveränderungen durch chronische Krankheit

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob sich chronisch Kranke in ihrer Persönlichkeitsstruktur ändern.

Die eindeutige Antwort ist: JA!

Da es ein schleichender Prozess ist, der sich oftmals über viele Jahre hinweg entwickelt, merken die Betroffenen selbst und ihre nahen Anghörigen meist nicht viel davon.

Kommt aber jemand zu Besuch, den man längere Zeit nicht gesehen hat, so fallen bei dem Kranken gravieren Änderungen im Wesen und Verhalten auf.

Nicht, dass jetzt jemand meint, es sei bei ihm gerade nicht so. Falsch!
Jeder, der von chronischen Krankheiten betroffen ist, versucht, sich das Leben möglichst angenehm und lebenwert zu gestalten. Die Krankheit nimmt schon reichlich Lebensqualität, da steuert der Kranke automatisch dagegen.

So werden Verhaltensmuster aufgebaut, die man im gesunden Zustand nicht hätte. Überreaktionen, Übermpfindlichkeit gegenüber Kritik, Ungerecht sein, Meidung von Freunden und Bekannten sind Beispiele dafür.

Und so ist es auch kein Wunder, dass sich Ängste und Sorgen breit machen, die Familie, Arbeit und die Zukunft betreffen. Da es anscheinend aus diesem Dilemma keinen Ausweg gibt, gehen diese Ängste und Sorgen schleichend in Depressionen über.

Allerdings sind die Ärzte meist übereifrig, wenn es um die Diagnose der Depression geht. Ihr voran geht meist eine langjährige Phase, die BurnOut genannt wird. Da BurnOut aber mit zeitaufwendigen verhaltenstherapeutischen Maßnahmen beseitigt werden kann, ist es für den Arzt wegen des enormen Zeitaufwandes nicht sinnvoll, diesen Weg zu beschreiten. Viel einfacher ist es, Antidepressiva zu geben. Da ist man den Patienten in ein paar Minuten wieder los.

So wird von Betroffenen und angehörigen hingenommen, dass der chronisch Kranke "depressiv" ist. Wäre aber meist nicht nötig, denn diese Depression ist selbstgemacht, also eine Verhaltensänderung gegenüber Einflüssen der Umwelt, die jahrelang auf den Betroffenen eingewirkt hat.

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12 Apr, 2014 16:24:17 elke ist offline Beiträge von elke suchen Nehmen Sie elke in Ihre Freundesliste auf
 
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